Bundesländer im Vergleich
Referendariat, Besoldung, Verbeamtung, Versorgung und Beihilfe – 120 Punkte für alle 16 Bundesländer, jeweils mit Stand und amtlicher Fundstelle. Zwei Länder wählen und Punkt für Punkt vergleichen.
Automatisch aus den WUP-Masterdaten erzeugt · das Datum der letzten
Prüfung steht bei jeder einzelnen Angabe · keine Rechtsberatung;
maßgeblich ist die jeweils amtliche Fassung (siehe „Details & Quelle“).
Was der farbige Punkt bedeutet:
gegen die amtliche Quelle geprüft
aus einer Sekundärquelle, noch nicht amtlich bestätigt
falsch – kursierende Angabe als fehlerhaft erkannt, nicht verwenden
für dieses Land keine Angabe
Daten werden geladen …
Alle 16 Länder auf einen Blick
Die wichtigsten Unterschiede als Übersicht. Die ausführliche Antwort mit Fundstelle steht auf der Seite des jeweiligen Landes. Mit ◐ markierte Angaben sind noch nicht vollständig an der Rechtsquelle bestätigt.
Referendariat und Verbeamtung
| Land | Dauer des Vorbereitungsdienstes | Einstellungstermine | Altersgrenze Verbeamtung auf Probe |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 18 Monate (Teilzeit bis 30 Monate) | schulartabhängig, i. d. R. Januar/Februar | bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres (Einzelfall bis 45) |
| Bayern | In der Regel 24 Monate (alle Lehrämter); Beginn mit Wirksamwerden der Ernennung zum Beamten auf Widerruf, Ende mit Ablegung der Zweiten Staatsprüfung | Regel: September (Schuljahresbeginn); Gymnasien und berufliche Schulen zusätzlich zum Halbjahr (Februar). Konkret: VD Sept. 2026/2028 Beginn 16.09.2026; VD 2027 I 22.02.2027–23.02.2029; VD 2027 II 15.09.2027–10.09.2029 | Keine Berufung in ein Beamtenverhältnis nach Vollendung des 45. Lebensjahres (Art. 23 Abs. 1 S. 1 BayBG); Ausnahmen nur im Ermessen der obersten Dienstbehörde, keine im Gesetz benannten Tatbestände wie Kindererziehung/Pflege; gilt nicht für Beamte auf Zeit |
| Berlin | 18 Monate (Teilzeit 24) | i. d. R. zwei Termine (Februar und August/September) | faktisch bis zum 47. Lebensjahr; Bestandslehrkräfte bis 52 |
| Brandenburg | 12 Monate (kürzeste bundesweit; berufsbegleitend 18, dual 24) | vom Landesinstitut festgelegt (Dualer Master: jährlich 1. Februar) | 47 Jahre für die Berufung auf Probe oder Lebenszeit (§ 3 Abs. 2 S. 1 LBG), 40 Jahre für den Vorbereitungsdienst (§ 3 Abs. 3 S. 1 LBG). |
| Bremen | 18 Monate | halbjährlich (1. Februar / 1. August) | 45. Lebensjahr |
| Hamburg | 18 Monate (Vollzeit) | 1. Februar und 1. August | 45. Lebensjahr |
| Hessen | 21 Monate (Teilzeit 27 oder 33 Monate, Höchstdauer bei Verlängerung 45 Monate) | 1. Mai / 1. November | 50 Jahre; Ernennung muss vor Vollendung des 50. Lebensjahres erfolgen |
| Mecklenburg-Vorpommern | 18 Monate | vier Einstellungstermine pro Jahr (1. Februar, 1. April, 1. August, 1. Oktober) | 40. Lebensjahr (Schwerbehinderte 43. Lebensjahr) |
| Niedersachsen | 18 Monate | Zweimal jährlich über die Studienseminare nach Maßgabe der APVO-Lehr | Probe: 45 J. (Schwerbehinderte 48); Vorbereitungsdienst: 40 J. (Schwerbehinderte 45) |
| Nordrhein-Westfalen | 18 Monate (Teilzeit 75 % = 24 Monate) | 1. Mai (Regeltermin); Zusatztermin 1. November (jährlich vom MSB festgelegt, für 2026 eingerichtet) ◐ | bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres |
| Rheinland-Pfalz | 18 Monate (Quereinstieg 24 Monate) | in der Regel zweimal jährlich über die Staatlichen Studienseminare | 45. Lebensjahr (§ 19 Abs. 1 LBG) |
| Saarland | 18 Monate (Einstellung 1.2. und 1.8.) | 1.2. und 1.8.; Antrag spätestens 1.10. bzw. 1.4. | 45. Lebensjahr |
| Sachsen | 18 Monate (Teilzeit: vier Unterrichtshalbjahre) | zweimal jährlich (Feb/März, Aug/Sept) | 42. Lebensjahr |
| Sachsen-Anhalt | 16 Monate (Quereinstieg i.d.R. 24 Monate) | zweimal jährlich | vollendetes 45. Lebensjahr (= 67 − 22) |
| Schleswig-Holstein | 18 Monate (verkürzbar auf 12, verlängerbar bis 30) | Einstellung über IQSH (allg.) bzw. SHIBB (berufl.); konkrete Termine per Verwaltungspraxis | § 48 LHO: Einwilligungsvorbehalt FinMin ab vollend. 50. Lj. (Hochschullehrkräfte 52.) |
| Thüringen | 24 Monate; Grundschule 18 Monate | vier Einstellungsepochen jährlich (Februar, Mai, August, November) | 47. Lebensjahr (§ 7 Abs. 1 ThürLaufbG); keine belegte Ausnahme für Kindererziehung/Pflege |
Geld im Referendariat
| Land | Anwärtergrundbetrag |
|---|---|
| Baden-Württemberg | A12 1.753,53 € · A13 gehobener Dienst 1.786,46 € · A13 höherer Dienst 1.822,62 € (Stand 01.04.2026); zzgl. ggf. Anwärtersonderzuschlag für Mangelfächer |
| Bayern | Stand 01.02.2025 (am Stichtag geltend): A 13 = 1.735,21 €; A 13 + Strukturzulage (Art. 33 Satz 1 – Gymnasium/berufl. Schulen) = 1.770,08 €; Realschul-Studienräte ab A 13 ohne Strukturzulage. Ab 01.10.2026 vorbehaltlich Landtag: 1.795,21 € bzw. 1.830,08 € (+60 €) |
| Berlin | A13 1.807,47 € · A13 + Zulage 1.846,14 € (Stand 01.04.2026) |
| Brandenburg | Anwärtergrundbetrag A13 = 1.740,10 € monatlich (Stand 01.07.2024; zuvor 1.690,10 €); mit Stellenzulage/R1 = 1.774,42 €. Kein Beleg für einen Anwärtersonderzuschlag nach § 56 BbgBesG speziell für Mangelfächer im Lehramt. ◐ |
| Bremen | A13: 1.790,97 € (A12: 1.756,98 €), Stand 01.04.2026 |
| Hamburg | 1.767,17 € (A13) |
| Hessen | 1.868,96 € (A13, ab 01.07.2026) |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1.772,80 €/Monat (A13); Gymnasium/berufliche Schulen mit Strukturzulage 1.809,08 € |
| Niedersachsen | Anwärtergrundbetrag A13: 1.722,66 Euro (Grund-, Haupt-, Realschule, Sonderpädagogik) bzw. 1.761,92 Euro (Gymnasium, berufsbildende Schulen); zusätzlich Anwärtersonderzuschlag für die Mangelfächer Haupt-/Realschule (ca. 290 Euro) und Sonderpädagogik (ca. 300 Euro) nach § 59 NBesG |
| Nordrhein-Westfalen | A 13: 1.793,28 €; A 13 mit Zulage: 1.829,43 €; A 12: 1.760,37 € (ab 01.04.2026); alle Lehrämter ab 01.08.2026 A 13; zusätzlich ggf. Anwärtersonderzuschlag nach § 76 LBesG NRW in Mangelbereichen |
| Rheinland-Pfalz | 1.806,71 € (Eingangsamt A13, ab 01.04.2026); mit allgemeiner Zulage 1.843,13 €; A12 1.773,55 € |
| Saarland | Anwärtergrundbetrag A12 1.676,20 € · A13 1.707,82 € · A13+Zulage 1.742,56 € (gültig ab 01.04.2026); Anwärtersonderzuschlag bei Bewerbermangel möglich (§ 57 SBesG) |
| Sachsen | A13/R1 1.855,10 € (ab 01.04.2026; zuvor 1.795,10 € ab 01.02.2025) |
| Sachsen-Anhalt | 1.744,00 € monatlich (A13), ab 01.04.2026 |
| Schleswig-Holstein | A 13 = 1.746,53 € (Anlage 7 SHBesG, gültig ab 01.11.2024); A 12 = 1.712,84 €; A 13 mit Zulage/R 1 = 1.783,52 € |
| Thüringen | 1.743,92 € (A13); Gym/BbS 1.782,92 € |
Krankenversicherung und Beihilfe
| Land | Pauschale Beihilfe wählbar? | Bemessungssatz ledig | Bemessungssatz ab zwei Kindern | Kostendämpfungspauschale | Frist für den Beihilfeantrag |
|---|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Ja, seit 01.01.2023 (unwiderruflich); Antrag innerhalb von 5 Monaten | 50 % | 70 % | Ja; Referendare A12 150 €/Jahr, A13 180 €/Jahr | keine allgemeine Antragsfrist (Wahlleistungs-Erklärung: 5 Monate) |
| Bayern | Nein. Bayern bietet keine pauschale Beihilfe (kein „Hamburger Modell“). Art. 96 BayBG und BayBhV kennen nur die prozentuale Beihilfe; der Begriff „Pauschalbeihilfe“ bezeichnet in Bayern ausschließlich die Pflegepauschale bei häuslicher Pflege (§§ 32, 33 BayBhV, BayBhVBek Nr. 32) | 50 % (Beamte/Anwärter ohne berücksichtigungsfähige Kinder); während Elternzeit 70 % | Bei zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 % für einen Beihilfeberechtigten (bei mehreren Berechtigten nur bei einem); Zuordnung an den Empfänger der Kinderanteile im OFZ | Bayern erhebt keine Kostendämpfungspauschale. Kostenbeteiligungsinstrumente sind ausschließlich: 3 € Eigenbeteiligung je verordnetem Arznei-/Verbandmittel/Medizinprodukt (mit Ausnahmen und Belastungsgrenze) und die Wahlleistungs-Eigenbeteiligungen (25 €/7,50 € pro Tag) | Drei Jahre nach Entstehen der Aufwendungen oder Ausstellung der Rechnung; Sonderfristbeginn bei Pflege, Heilkur, Vorleistung eines Sozialhilfeträgers; Wiedereinsetzung nach Art. 32 BayVwVfG möglich |
| Berlin | Ja (auf Antrag, unwiderruflich, seit 18.03.2020; PKV-Anteil gedeckelt auf den hälftigen Basistarifbeitrag nach § 152 Abs. 3 VAG) | 50 % | 70 % | Nein (stattdessen Eigenbehalt 10 €/Tag stationär, max. 28 Tage/Jahr) | 3 Jahre nach Rechnungsdatum (Ausschlussfrist) |
| Brandenburg | Ja (seit 01.01.2020, unwiderruflich) | 50 % | 70 % | keine (Eigenbehalte § 49 BBhV, Belastungsgrenze § 50 BBhV) | 3 Jahre nach Rechnungsdatum |
| Bremen | Ja (seit 01.01.2020; Widerruf seit 01.06.2019) | 50 % | keine pauschalen 70 % ab zwei Kindern; +5 % je Kind bis max 70 % (§ 12 Abs. 1 BremBVO) | Nein (Selbstbehalt 48 €/Jahr statt Kostendämpfungspauschale) | 1 Jahr |
| Hamburg | Ja (§ 80 Abs. 10 HmbBG) | 50 % | 70 % ab zwei Kindern; bis 90 % bei Aussteuerung, 100 % bei bestimmten freiwillig GKV | Nein | Ja: zwei Jahre (§ 80 Abs. 6 HmbBG) |
| Hessen | Nein | 50 % (ledig) / 55 % (verheiratet) | +5 % je Kind, höchstens 70 % | keine KDP; punktuelle Eigenbeteiligungen; stationär +15 % | 1 Jahr (Ausschlussfrist) |
| Mecklenburg-Vorpommern | Ja, ab 01.05.2026 (§ 80a LBG M-V) | 50 % | 70 % | Nein; stattdessen Eigenbehalte (§ 49) und Belastungsgrenze (§ 50 BBhV) | 3 Jahre nach Rechnungsdatum |
| Niedersachsen | Ja (§ 80a NBG), unwiderruflich, Antrag mit Ausschlussfrist ein Jahr | 50 % | 70 % | Nein; Eigenbeteiligung nur über Eigenbehalte (§ 45 NBhVO) | Ein Jahr (Ausschlussfrist) nach Entstehen der Aufwendungen |
| Nordrhein-Westfalen | Nein (in NRW nicht vorgesehen; nur Bemessungssatzmodell); Anwärter: in der Elternzeit mit Basiselterngeld KV-/PV-Beiträge auf Antrag voll erstattet (§ 13 Abs. 2 FrUrlV NRW) | 50 % | 70 % | Nein (seit 2022 abgeschafft); Zuschuss 12,50 €/Monat für A 5 und A 6 | 24 Monate nach Entstehen der Aufwendungen |
| Rheinland-Pfalz | Nein (kein Hamburger Modell) | 50 % | 70 % | A12–A15 = 300 €/Jahr (Minderung 40 €/Kind) nach § 66 Abs. 5 LBG i.V.m. § 60 BVO; keine zusätzliche Belastungsgrenze in der BVO | 2 Jahre (Ausschlussfrist) |
| Saarland | Nein (nur individuelle Beihilfe) | 50 % | 70 % | Ja, es gibt eine Kostendämpfungspauschale (gestaffelt nach Besoldungsgruppe); für Anwärter/Referendare jedoch ausgenommen ◐ | 1 Jahr |
| Sachsen | ja (§ 80a SächsBG, ab 01.01.2024) | 50 % | 90 % | keine Kostendämpfungspauschale; Eigenbeteiligungen § 59 | 2 Jahre |
| Sachsen-Anhalt | Ja – GKV-Zuschuss seit 01.01.2026, nur für freiwillig GKV-Versicherte, widerruflich | 50 % | 70 % (kein 90-%-Satz) | Nein (2016 abgeschafft) | 3 Jahre nach Rechnungsdatum |
| Schleswig-Holstein | Ja, GKV-Zuschuss (§ 80a LBG SH), seit 01.01.2024 | 50 % (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BhVO SH = § 80 Abs. 7 Satz 2 Nr. 1 LBG SH) | 70 % ab zwei Kindern (§ 7 Abs. 1 Satz 4-6 BhVO SH = § 80 Abs. 7 Satz 3, 5 LBG SH) | Selbstbehalt § 16: A10/11 160 €, A12–A15 250 €, A16/B2/B3 400 € (max. 1 % Grundgehalt, mind. 50 €); Anwärter befreit | 2 Jahre (Ausschlussfrist, § 80 Abs. 2 Satz 1 LBG SH) |
| Thüringen | Ja (§ 72 Abs. 6 ThürBG) | 50 % | 70 % | Nein; Eigenbehalte und Belastungsgrenze | 1 Jahr |
Stand der Daten: 04.10.2026. Keine Rechtsberatung; maßgeblich ist die jeweils amtliche Fassung.
